Katastralgemeinden

Franzensdorf


Anstelle des erstmals um 1308 erwähnten und im Jahre 1830 durch das Hochwasser bis auf drei Gebäude zerstörte "Kimmerleinsdorf" entstand mit Unterstützung des Kaiserhauses "Franzensdorf", im Hinblick auf den damals regierenden Kaiser Franz I. von Österreich.

Zur Zeit der Überflutung war die Stätte des Grauens, wie die anderen Orte auch nur mit Kähnen zu erreichen. Die Kirche war eines der wenigen Bauwerke, die, wenngleich sehr beschädigt, die Katastrophe, überdauert hatten. Trotzdem musste sie abgetragen werden. Ihren Standort bezeichnet nur die Radl-Kapelle Der Neubau entstand in den Jahren 1837 bis 1842. Das Innere birgt zwei Gemälde des berühmten Barockmalers Leopold Kupelwieser ("Die heilige Familie" und "Der heilige Martin"). Somit ist diese Kirche eine Zusammenkunft der Gläubigen und Ziel von Kunstfreunden.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
12,11 km²

Großgemeinde:
330 (Stand 6/2013)

Sarka Zoltan

Zoltan Sarka

Ortsvorsteher Franzensdorf

+43 2215 2119
zoltan.sarka@aon.at

Karte:


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Groß-Enzersdorf (Stadt)


Den Stadtkern bildet das bereits 1160 urkundlich erwähnte "Encinesdorf", welches auch heute noch fast zur Gänze von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben ist und seit 1396 das Stadtrecht besitzt. Im Jahr 1971 wurden die Katastralgemeinden Oberhausen und Rutzendorf und im Jahr 1972 Franzensdorf, Mühlleiten, Probstdorf, Schönau an der Donau und Wittau dem ursprünglichen Groß-Enzersdorf durch Gemeindezusammenlegung angeschlossen.


Fläche:
18,10 km²

Großgemeinde:
83,91 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
5.722 (Stand 6/2013)

Großgemeinde Haupt- und Nebenwohnsitze gesamt:
12.323 (Stand 6/2013)

Seehöhe:
156 m


Karte:


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Mühlleiten


Bei Mühlleiten handelt es sich erwiesenermassen um den ältesten besiedelten Raum in unserer Umgebung. Die Funde von Brandgräbern südlich der Mühlleitner Strasse weisen auf 3000 Jahre zurück. Urkundlich wurde der Ort selbst allerdings erst 1265 im Rahmen eines Kaufvertrages für die Insel Kleinwerd als "zen mülliuten" (zu den Mühlleuten) erwähnt. Das Dorf war hauptsächlich von Mühlleuten bewohnt, die ihre Schiffsmühlen an der Donau betrieben. Hier war die Zwischenstation der Flößer, die auf dem Enzersdorfer Arm das Getreide heranbrachten und nach dem Mahlgang das Mehl bei Urfahr ans andere Ufer absetzten.

Die idyllisch gelegene Kapelle wurde 1710 gegründet, blieb aber der Pfarre Enzersdorf unterstellt. Im Jahre 1803 waren noch fünf Schiffsmühlen in Betrieb.

Der populärste Badegast im Kühworter Wasser dürfte wohl Kronprinz Rudolf gewesen sein. Eine der ersten Betonstrassen in unserem Bezirk wurde anlässlich eines Jagdbesuches des deutschen Luftwaffenmarschalls Hermann Göring zwischen Groß-Enzersdorf und Mühlleiten errichtet. Beim zweiten Luftangriff amerikanischer Verbände auf österreichisches Gebiet im Frühjahr 1944 fielen Phosphorkanister unweit dieser Strasse in die vom Schnee aufgeweichte Erde. Nach dem Krieg wurde eine Erdgasleitung von den Ölfeldern des Weinviertels an Mühlleiten vorbei nach Schwechat gezogen und friedlichen Zwecken zugeführt.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
2,70 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
309 (Stand 6/2013)

Wolfram Böhme

Ortsvorsteher Mühlleiten


+43 664 1274348
w.boeme1313@gmail.com

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Oberhausen


Vormals als Ansiedlung "Sachsengang" bezeichnet und in ein Unter-, Mitter- und Oberhausen gegliedert bezeichnete jene Stelle, an der in der Römerzeit ein hölzerner Wachturm zur Beobachtung des Limes gestanden haben soll und später als Steinbau in der "Veste Sachsengang" gipfelte. Die Herren von Sachsengang nahmen neben ihren eigenen Interessen von hier aus auch die Interessen des Landesherren wahr und bildeten somit eine weltliche Enklave innerhalb des geistlichen Besitzes, bis 1659 die männlichen Mitglieder der freiherrlichen Familie Thavonats als eine der grössten Feudalherren der Region das landesfürstliche Schloss übernahmen.

Am 5. Juli 1809 war Sachsengang ein Bollwerk gegen die Anstürme der napoleonischen Krieger. 1914 diente das Schloss als Rekonvaleszentenheim. Wie die nahe Kirche ist auch das Schloss auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel erbaut. Heute gilt das Objekt als die einzige noch intakte Hausberganlage Niederösterreichs.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
9,91 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
1.752 mit Neu-Oberhausen (Stand 6/2013)


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Probstdorf


Gleich nach der Landschenkung der Insel Sachsengang durch Kaiser Heinrich II. an das Kloster Weihenstephan im Jahre 1021 begann hier die bayrischen Klosterbrüder eine Kirche zu Ehren ihres Schutzheiligen zu errichten. Die Kirche St. Stephan ist somit das älteste sakrale Bauwerk des Marchfeldes. Hierzuorte soll auch der Sitz eines Propstes gewesen sein, worauf der Name des Dorfes zurückzuführen ist.

1031 bis 1042 verlief östlich von Probstdorf die Grenze zwischen Österreich und Ungarn. Später haben nicht nur die Kumanen dem Ort arg zugesetzt und der Kirche beträchtlichen Schaden zugefügt, auch den Türken war dieses standhafte Zeichen christlichen Glaubens ein Dorn im Auge. 1761 zerstörte ein Brand den Pfarrhof und 24 Häuser. Als Kuriosum ist die Tatsache zu verzeichnen, dass sich im Jahre 1795 das für Probstdorf zuständige Postamt in Fischamend befand.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
13,55 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
712 (Stand 6/2013)

Homepage:
www.probstdorf.at

Hotzy Josef

Josef Hotzy

Gemeinderat und Ortsvorsteher von Probstdorf

+43 664 73035457
j.hotzy@gmx.at

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Rutzendorf


Wurde erstmals im 13. Jahrhundert mit einem gewissen "Hruozo" in Zusammenhang gebracht. Ab 1430 war Rutzendorf eine eigene Herrschaft mit Schloss und Branntweinbrennerei. Neben Sachsengang und Enzersdorf scheint auch ein Kupferstich des Schlosses in Georg Matthias Vischers "Topographie von Niederösterreich" auf. Die Truppen des Ungarnkönigs Matthias Corvinus, die auch Groß-Enzersdorf großen Schaden zugefügt haben, zerstörten das Schloss und den grössten Teil der Ortschaft.

An den napoleonischen Krieg mit seinen vielen tausenden von Toten bei der Schlacht um Aspern und Deutsch-Wagram erinnerte lange Zeit das Grabmal des österreichischen Artilleriehauptmanns Sodzill. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in die damalige Volksschule unter anderen auch der Weinviertler Dichter Josef Schieferl verwundet eingeliefert. Zuvor hatte Rutzendorf noch als Schauplatz für die Verfilmung von Alexander Puschkins Novelle "Der Postmeister" gedient.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Einwohner Hauptwohnsitze:
315 (Stand 6/2013)

Steininger Alfred

OV Alfred Steininger

Ortsvorsteher Rutzendorf, Jugend - Gemeinderat

+43 664 271 98 99
alfred.steininger@gmx.at

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Schönau an der Donau


Die in unmittelbarer Nähe von "Urfahr" errichtete Ortschaft wurde schon in den Jahren 1043 und 1051 von Kaiser Heinrich III. auf seinem Feldzug gegen die Ungarn aufgesucht, um mit seiner Heerschar ans südliche Donauufer zu gelangen. Im Jahre 1300 kam die Überfuhr in Freisinger Hände und galt bis 1492 als eine der wenigen Möglichkeiten zur Übersetzung des Stromes. Da der Stadt Groß-Enzersdorf eine eigene Überfuhr immer wieder versagt wurde, sah sich die Stadtverwaltung gezwungen, die herrschaftliche Überfuhr zu pachten. 1440 setzte sich der Bandenführer Pankratz von Holitsch über alle Gesetze hinweg.

Während des Dreissigjährigen Krieges gelang einer kaiserlichen Truppe die Überfahrt, um ein in Probstdorf stationiertes schwedisches Bataillon aufzureiben. 1721 war Schönau Ausgangspunkt für Strafaktionen gegen den in der Umgebung herrschenden "Räuberstaat". Zur Zeit Maria Theresias war Urfahr bereits eine Wüstung wie die ihr einstens benachbarte Siedlung Wolfswörth, an die heute nur noch ein Feld erinnert. Von allen Ortschaften der nunmehrigen Großgemeinde war Schönau durch die unmittelbare Nähe zur Donau von Überflutungen immer als erste betroffen. 1930 bestritt ein Motorboot die Überfuhr nach Fischamend.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
13,55 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
175

Homepage:
http://www.schoenau-donau.at

Kolar Hannelore

Hannelore Kolar

Ortsvorsteherin von Schönau

+43 676 540 39 09
kolar.h.schoenau@aon.at

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Wittau


Erstmals 1160 als "Witowe" (Holzau) erwähnt, war der Ort vor allem vom Kumanensturm schwer betroffen. Die Einwohner flüchteten in Erdställe, wie später Münzfunde bewiesen. Auch sonst wurde der Ort immer wieder von Raubgesindel aufgesucht und 1721 sogar zu deren Stützpunkt erwählt. Auch Überschwemmungen, Brände und die Cholera setzten Wittau und deren Bewohner mehrmals zu.

Über die Errichtung der Bründel-Kapelle hat sich eine Sage erhalten, dernach während des Hochwassers im Jahre 1732 bei Stadlau ein Müller in die Fluten gestürzt sein soll, sich aber auf eine Eisscholle retten konnte und gemeinsam mit einer steinernen Madonna bis an jene Stelle trieb, wo der Müller als Dank für die wundersame Errettung der Mutter-Gottes-Statue ein Haus errichtete.

Mithin wurde Wittau mit seiner Kapelle lange Zeit als Gnadenort betrachtet und von vielen Pilgern aufgesucht, zumal auch eine nahe Quelle den Dürstenden Labung und Heilung verhiess.

© Friedrich Heller, Groß-Enzersdorf


Fläche:
10,91 km²

Einwohner Hauptwohnsitze:
629 (Stand 6/2013)

GR Gerhard Baumann

Gerhard Baumann

Gemeinderat und Ortsvorsteher Wittau

+43 664 623 6920
baumann.g@aon.at

Karte:


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